Fliegenfischen auf Sockeyes

 

Fliegenfischen auf Sockeyes in British Columbia -
oder wie wir die „Lachs-Lotto-Ziehungsmaschine“ kennenlernten!

 

Meinen dänischen Freund Peter konnte ich drei Wochen in Kanada, BC zum Lachsfischen begleiten.

 


© NORTH GUIDING.com

 

Peter war in diesem Jahr 4 Monate in British Columbia unterwegs und hatte sich vor Ort einen alten Camper gekauft. Und so verbrachten wir eine unglaubliche Zeit mit vielen und unvergesslichen Abenteuern im Gebiet des Kitimat und Skeena Rivers.

Eines dieser Abenteuer war, dass wir uns in die Wildnis schlugen und ca. 100 km von Terrace entfernt zum Fischen fuhren. Es ging dabei ca. 80 Kilometer über eine Schotterpiste immer dem Skeena flußaufwärts. Auf den einen oder anderen Bären sind wir natürlich auch getroffen.

 


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"Unser Ziel erreichten wir nach 80 Kilometer Schotterpiste durch die Wälder Brish Comlubiens"

 


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"Auf unserem Weg führte der Weg immer wieder an unberührte Stellen am Skeena River"

 


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"Dieser junge Schwarzbär kreuzte unseren Weg auf der Schotterpiste und brachte sich ganz schnell in Sicherheit"

 

Unser Ziel war die Mündung eines Zuflusses in den Skeena, um an diesem Hotspot auf aufsteigende Lachse zu fischen.

Wir fanden einen kleinen Platz zum Campen in unmittelbarer Nähe und konnten dort einige wunderbare Tage verbringen, um mit der Zweihandrute auf Lachse zu fischen.

Wir erlebten eine fantastische Fischerei auf frisch aufsteigende Sockeyes (Rotlachse).
Wie in BC üblich fischten wir mit Schonhaken und unspektakulären Fliegen in grellen Farben (Grün oder Pink). Wichtig war es, dass die Fliege tief genug geführt wurde, was sich mit dem richtigen Polyleader aber leicht erreichen ließ.

 


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"Was für ein Traumplatz ... und die Lachse ließen sich nicht lange bitten"

 


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"Die frisch aufgestiegenen Rotlachse waren unglaublich kampfstark"

In der herrlichen Natur war das Fischen einfach nur ein Traum. Ab und an schweifte der Blick vom Fluss zum Waldrand, ob da nicht doch mal ein Grizzley vorbei schaute … Kanadische Angelfreunde hatte ja so manche Geschichte parat, aber wir hatten glücklicherweise keinen Bärenbesuch, der uns in Bedrängnis brachte.

 


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"Anglerherz was willst Du mehr?!"

 


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"Im Mündungsbereich des Skeena-Zuflusses zogen die Sockeyes praktisch vor unseren Füssen flußaufwärts"


Die Sockeyes, die wir fingen, konnten nur wenige Tage im Fluss gewesen sein, denn sie waren noch nicht im Laichkleid.

 


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"Eine Stunde später war dieser Fisch in der Pfanne"


© Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Sockeye_salmon)

"Im Laichkleid sehen die Sockeyes völlig anders aus und es wird klar, weshalb diese Lachsart auch Rotlachs genannt wird"

 

Keine Frage, dass wir für das tägliche Abendbrot uns frisch gefangenen Sockeye bruzelten. Der Rotlachs hat nicht nur ein besonders rotes Fleisch, sondern ist auch der wohlschmeckendste Pazifiklachs.

 


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"Auch das Fleisch der Rotlachse hat eine ganz typische Färbung"


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"... Ruckzuck war das Abendessen fertig ... sehr lecker!"

 

In den Tagen an diesem wunderbaren Angelplatz trafen wir nur einen einzigen Menschen. Ein Kanadier kam mit seinem typischen Pickup auf der Schotterpiste entlang, als wir gerade wieder einmal zum Fischen gingen. Ganz typisch in Kanada ist es, dass die Menschen gerne mal einen „Schnack“ halten. Ich kann mich an eine Situation in dem kleinen Städtchen Kitimat erinnern, die sich an einer Parkplatzauffahrt eines Supermarkts zutrug. Wir wollten hinter einem Kanadier auf den Parkplatz fahren, als dieser anhielt, weil er auf einen Bekannten traf, der gerade den Parkplatz verließ. Die Beiden quatschten einige Minuten, blockierten zwar die Auffahrt, aber kein Mensch regte sich auf oder empfand dies als störend. In Kanada hat man halt noch Zeit … ;-)

Na jedenfalls unterhielten wir uns nun in der Wildnis mit dem Kanadier über alles Mögliche und natürlich auch über das Fischen. Der Kanadier war erkennbar ein einheimischer „Indianer“ oder wie es korrekt heißt: eine Vertreter der First Nation. Er berichtete uns, dass er und seine Familie momentan „etwas“ weiter Flussaufwärts gerade ein Fishingcamp aufgeschlagen hatte und lud uns ein, dieses in den nächsten Tagen doch einmal zu besuchen.

Dies taten wir dann auch an dem Tage, an dem wir wieder zurück an den Kitimat River fuhren. Wieder ging es über die Schotterpiste und wir fragten uns immer wieder, ob wir hier richtig seien, denn für uns war „in der Nähe“ mit einem anderen Entfernungsgefühl verbunden als für den Kanadier … ;-)
Aber kein Problem, irgendwann stießen wir auf den Fluss, an dessen Zufluss in den Skeena River die ganzen Tage gefischt hatten, und sahen das kleine Fishingcamp.

 


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"Wieder ging es auf einer Schotterstraße zum Fishingcamp der First Nation-Familie"

 


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"Von einer kleinen Brücke aus haben wir dann doch noch das Fishingcamp entdeckt"



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"Im Hintergrund der Zufluss zum Skeena, dessen Mündung wir mehrere Tage befischt hatten"



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"Ein Fishingcamp hatten wir uns natürlich etwas anders vorgestellt und so betrachten wir erstaunt diese Konstruktion"


An einer sehr engen Stelle dieses Flusses hatte die Junx eine wohl sehr erprobte Fangstation aufgebaut, um ebenfalls auf die aufsteigenden Sockeyes „zu fischen“.

Wissen muss man, dass in British Columbia ausschließlich die Vertreter der First Nation verbriefte Rechte besitzen, kommerziell in den Flüssen auf Lachs zu fischen. Da haben die restlichen Kanadier etwas dran „zu kanbbern“, aber dies ist nun einmal so.

Das Schaufelrad der Fangstation drehte sich aufgrund der Strömung permanent und hob in regelmäßigen Abständen immer wieder Lachse aus dem Wasser. Die Fische rutschten auf den Holzbrettern in eine sichere Netzkonstruktion und wurden konnten dann ganz einfach „eingesammelt“. In großen Plastikbehältern wurden die Sockeyes gesammelt, um kurz darauf abtransportiert zu werden.

 


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"Die Flussströmung trieb die beiden Schaufeln der Lachsfalle an"

 


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"Verfing sich ein Lachs, wurde er mit aus dem Wasser gehoben und rutschte ganz einfach in ein sicheres Netz"

 


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"Aus dem sicheren Netz musste die Lachse einfach nur noch eingesammelt werden"

 


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"Die Sockeyes landeten in einem Behälter auf dem Pickup und wurden regelmäßig zur weiteren Versorgung abgefahren"

 

Nach dem wir uns noch lange mit dem Einheimischen unterhielten, folgte noch eine Einladung am Nachmittag die ganze Familie doch zu Hause zu besuchen. Und so bekamen wir noch eine Kostprobe frisch geräucherten Rotlachsen und fuhren später mit unvergesslichen Eindrücken Richtung Kitimat weiter … zu den nächsten Abenteuern!

 


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"Rechts ist der Kanadier, mit dem wir in der Wildnis einen kleinen Schnack hielten"

 


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"Frisch geräucherter Sockeye, den wir bei der First Nation-Familie verkosten konnten"

British Columbia mit seiner unvergleichbaren Natur ist in jedem Fall eine Reise wert.
Wer sich dann noch etwas abseits der „ausgetretenen“ Pfade bewegt, erlebt das in Europa so seltene Gefühl der völligen Freiheit …

 


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"I'm frrrrreeeeeeee"

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