Fliegenfischen mit Streamer, Trockenfliege, der Einhandrute und der Zweihandrute

 

Buchbesprechung des Fliegenfischer-Forums

Das große Trockenfliegen-Buch - Unser Eindruck:
Basierend auf einem wahren Schatz an bereits existierenden Fachwissen (siehe die umfangreiche Quellen-Liste im Buch) und komplettiert mit heutigen, modernen Erkenntnissen und Erfahrungen liegt mit diesem Buch ein komplexes Werk zum Thema Trockenfliegen-Fischen & Binden vor, wie es in dieser Form bislang nicht verfügbar war. Besonders positiv finden wir, dass hier nicht wie sonst üblich einzelne Teilbereiche behandelt werden, sondern das alles fürs Trockenfliegenfischen wichtige in nur einem Buch zusammengeführt wurde: Basiswissen, Geschichtliches, Biologie, Insektenkunde, Gerätekunde & Anbietetechniken, Fischerpraxis, Verhaltensweisen der Fische, Beschreibung der Gewässertypen, Fliegenbinden & Fliegenbindeanleitungen und jede Menge Expertentipps. Und dies alles ansprechend zusammengestellt, kurzweilig geschrieben und mit einer großen Anzahl erstklassiger Fotos versehen.
Unser Fazit: Das große Trockenfliegen Buch ist ein nützlicher Praxisguide, ein hilfreiches Nachschlagewerk und eine nahezu unerschöpfliche Inspirationsquelle sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fliegenfischer. Es besitzt einen hohen praktischen Nutzen für Fliegenfischer wie auch für Fliegenbinder und bekommt deshalb einen festen Platz unter den deutschsprachigen FF-Standardwerken, die einfach man haben muss!" 

Rezension von "Gue" Guenther Schmidhuber

Es ist nur eine Annahme, aber trotzdem: ich denke, dass im North Guiding-Verlag eigentlich nur ein Lied im Büroradio läuft, und zwar "Oops! ... I did it again" von der guten Britney Spears. Ja, genau die mit der Glatze, dem einen oder anderen Nervenzusammenbruch undsoweiterundsofort, aber egal. Musikalisch zwar nicht unbedingt mein Fall, aber thematisch passt wohl kein Song besser.
Sie haben es also wieder getan. Schon wieder. Schon wieder ein Buch sensationeller Qualität, dass es am deutschen Markt so noch nicht gab, für welches allerdings absolut Bedarf bestand. Die Rede ist vom "Das große Trockenfliegen-Buch" der beiden Autoren Lukas Bammatter und Daniel Luther.
Also gut. Ein Buch rein über die Trockenfliegenfischerei. Jetzt werden sich beispielsweise Besitzer von "Entomologie für Fliegenfischer" fragen, ob man denn mit einem derartigen Manifest in petto in einem solchen Buch noch Neuigkeiten findet? Ich traue mich zu sagen: JA! Dies allerdings nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es sicher zahlreiche Flugangler gibt, welche EFF zwar besitzen, aber nie ernsthaft gelesen haben (auch ich kenne einige davon), sondern auch weil das Trockenfliegen Buch etwas hat, das im North Guiding-Verlag zwar ohnehin Usus ist, aber nichtsdestotrotz hier unbedingt erwähnt gehört. Es hat Leichtigkeit und bietet kompakte Informationen in gut verständlicher Form und geht auf gut 200 Seiten auf nahezu alle Aspekte der Königsklasse der Fliegenfischerei ein.
In den drei Überkaptieln "Trockenfliegen und ihre Eigenschaften", "Gerät und Praxis des Trockenfliegenfischens" und "24 Bindeanleitungen" bekommt der geneigte Angler eine umfassende Einführung und Erklärung wie/warum/wann Fische mit der Trockenfliege fangbar sind.
Vom richtigen Werkzeug für die Angelei/Fliegenbinderei über die verschiedensten Situationen in welche man am Wasser so kommen kann bis hin zu zahlreichen Experteninterviews (u.a. Roman Moser, Michael Mauri, Christof Menz und Marc Petijan), die einerseits ihre Hauptgewässer, andererseits die darin am meisten verwendeten Fliegen beschreiben und erklären. Spontan fallen mir ehrlich gesagt relativ wenig Aspekte der Trockenfliegenfischerei ein, welche hier nicht behandelt werden.
Auf den knapp 80 letzten Seiten finden sich 24 Bindeanleitungen, samt Empfehlungen wo und wann diese zu verwenden sind. Spannend dabei: Neben den Klassikern wie Red Tag, Adams und Konsorten finden sich auch überarbeite und neu gestaltete Variationen ebendieser Klassiker und auch Muster, welche erst seit kurzem bekannt sind.
Wer also gerne mit der Trockenfliege am Wasser unterwegs ist (und wer ist das nicht), dem sei das "Große Trockenfliegen Buch" wärmstens ans Herz gelegt.

Stefan Hauswirth (Das große Trockenfliegen-Buch)

Noch selten hat mich ein Fachbuch übers Fliegenfischen so überzeugt . Dank den vielen super Fotos bin ich schon beim Durchblättern an vielen Stellen hängen geblieben. Nachdem grossen Streamerbuch (gleicher Verlag), das ich mir ebenfalls angeschaut habe, ist das grosse Trockenfliegenbuch nochmals eine Steigerung. Das Buch ist sauber gegliedert und verständlich geschrieben. Die tollen Bilder sind eine grosse Bereicherung und ein extra Leckerbissen nebst dem Lesestoff. Bei den Bindeanleitungen gefällt mir, dass nicht nur die Standardfliegen präsentiert werden sondern auch unbekannte Fliegen. Zudem sind die Anleitungen einfach zu verstehen und dank den grossen Fotos die einzelnen Bindeschritte leicht nachvollziehbar. Wer gerne mit der Trockenfliege fischt, sollte dieses Buch unbedingt kaufen, es ist jeden Cent wert!!

 

Feedback Erwin Rießle (Erfolg mit der Zweihand)

"Bernd Kuleisa… man kennt ihn einfach. Ob von der Fliegenfischen, einer Messe oder von einem Kurs. Mir hat er im Frühjahr 2013 bei adh die Zweihandrute näher gebracht und ich habe sozusagen den direkten Vergleich zwischen gesprochenem Wort und Buch… was soll ich sagen, das Buch ist einfach ein echter „Bernd Kuleisa“. Bernd Kuleisa schreibt so wie er halt mal ist. Immer ein freundliches Wort, immer offen. Wenn er eine 13‘ Klasse 9 als Allrounder empfiehlt, stellt er es jedem frei seine eigene Meinung dazu zu haben. Er nimmt nicht in Anspruch, dass seine Empfehlungen die einzige Wahrheit sind, aber er hält in seinem gut 170 Seiten starkem Buch auch nicht mit guten Tipps von ihm und seinen Angelfreunden hinterm Berg."

Rezension von "Gue" Guenther Schmidhuber

"Erschienen ist das gut 170 Seiten starke Werk im North Guiding-Verlag, welcher ja mittlerweile eine echte Größe am deutschsprachigen Angelbuchmarkt geworden ist. Seit geraumer Zeit werden hier Fachbücher am laufenden Band publiziert, die zudem auch qualitativ wirklich guten Lehr- und Erklärungsstoff bieten.
Aber zurück zur Zweihand-Fibel. In gewohnt schöner Papier- und Druckqualität wird hier in entspannt-unterhaltsamer Kuleisa-Manier auf so ziemlich alle Facetten eingegangen, mit welchen sich ein Zweihand-Neuling wie ich konfrontiert sieht. Das Buch ist sehr übersichtlich in drei Hauptkapitel mit zahlreichen Unterkapiteln gegliedert, dabei nimmt dankenswerter Weise ein großer Teil gleich zu Beginn die richtige Ausrüstung in den Fokus, bevor in relativ schlanker Manier die verschiedenen Möglichkeiten der Werferei mit der Zweihandrute erklärt werden. Für mich ist dies sehr schlüssig, da das praktische Casting von keinem Buch - und sei es noch so gut - erklärt werden kann, hier gilt gottseidank immer noch "learning by doing".
Abschließend gibt es in "Erfolg mit der Zweihand" noch einen gut 80 Seiten umfassenden Block, der die Fischerei auf die jeweiligen Zweihand-Zielfische behandelt. Klarerweise machen hier Lachs und Meerforelle die größten Brocken aus, allerdings werden auch Rapfen, Zander, Hecht und Barsch mehr als nur gestreift, schließlich muss es nicht immer Lachs auf Zweihand sein, auch an unseren heimischen Gewässern gibt es laut Kuleisa viele Möglichkeiten zu dieser Fischerei.
Zahlreiche praktische Tipps zur Ausrüsung ergänzen das Buch, und auch die eine oder andere sehr sympathische "Nein, mann muss nicht alles was es gibt kaufen um Erfolg zu haben"-Empfehlung findet sich immer wieder. Ob das Buch für Zweihand-Cracks eine echte Bereicherung ist, sei dahingestellt, für Anfänger und Fliegenfischer, die nur ab und an während seltener und kostspieliger Urlaube die lange Gerte schwingen ist "Erfolg mit der Zweihand" allerdings sicherlich ein Lesetipp um mehr Spaß und in weiterer Folge auch - nomen est omen - Erfolg mit der Zweihandfischerei zu haben.
Wer hier allerdings Fliegenmuster, bzw. -bindeanleitungen sucht, der wird enttäuscht werden. Allerdings gibt es ja zu Lachsfliegen und dergleichen ohnehin bereits Publikationen wie Sand am Meer. Dafür bietet jedes Kapitel des  Buches abschließend noch im Interview-Stil eine Zusammenfassung der wichtigsten Eckpunkte, die inhaltliche Verständlichkeit sollte somit für jeden des Lesens mächtigen absolut sichergestellt sein ;-)

Buchvorstellung des Fliegenfischer-Forums

Erfolg mit der Zweihand Unser Eindruck: Und schon wieder kommt der sehr produktionsstarke North Guiding Verlag mit einem neuen Hammer-Buch: in gewohnt bester, starker Papier- und Druckqualität und im stabilen Harteinband kommt ein neues Standard-Werk vom quer durch die Fliegenfischen- Fachpresse bekannten und mit allen Wassern gewaschenen, langjährig praxiserfahrenen Autor Bernd Kuleisa, das es in sich hat!
Das Buch ist übersichtlich gegliedert in 5 Haupt- und zahlreiche Unterkapitel. Über 50 Seiten befassen sich mit wichtigen Ausführungen zur Ausrüstung, Ruten, Rollen, Fliegenschnüre & Schussköpfe, Backing & Vorfächer, deren Zusammenstellung und Montage, rund 20 Seiten mit den verschiedenen Wurfarten wie Rollwürfen, Spey & Double Cast, Unterhandwurf und weiteren effizienten Wurftipps, schließlich erläutern über 80 Seiten das praktische Zweihandfliegenfischen auf Lachs, Meerforelle, Rapfen, Hecht, Zander, Barsch u. w. direkt am "Zielfisch". Beim Durcharbeiten dieses Buches fällt uns einmal mehr der angenehm lockere, leicht verständliche Plauderton des Autors auf, der auch komplexe Abläufe rasch zu verinnerlichen weiß, zudem oft mit einem auflockernden Augenzwinkern verbunden. Ein eingängiger Frage- und Antwort- (Interview) Stil und das Zusammenfassen der wichtigsten Knackpunkte am Kapitel-Ende erleichtern zudem das bessere Verstehen und bringen den Focus aufs Wesentliche. Ausführungen zu Fliegenmustern fehlen fast völlig im Buch, bzw. werden nur am Rande behandelt, aber das muss ja auch nicht sein: denn dazu gibt es genug andere Publikationen. Das Buch wird mit zahlreichen schönen Fotos aufgelockert und sollte insgesamt nicht nur dem angehenden, sondern auch dem fortgeschrittenen Zweihand-Fliegenfischer sehr viele nützliche Tipps und Hilfestellungen geben.

 

Buchrezension von Tankred Rinder (Forelle & Äsche)

Da mag man das von Achim Stahl verfasste Buch (Das große Streamer-Buch) gar nicht mehr aus der Hand legen, hat man es erst aufgeschlagen. Aus jedem Kapitel, jedem Bindemuster, jedem Foto dringt die Begeisterung eines Fliegenfischers durch, der sich an jedem Gewässer – egal ob Fluss, See oder Meer – zu Hause fühlt. Ja mehr noch: sich in seinem Element befindet.
Achim Stahl ist sicherlich kein Unbekannter in der Fliegenfischerszene und sein Wissen teilte er bisher stets überzeugend und wortgewandt in diversen Foren und Plattformen. Das große Streamer-Buch ist einfach packend zu lesen, möchte informieren, möchte helfen. Doch wem eigentlich? Fliegenfischern und Fliegenbindern wie mir!
Zu Hause an Bächen und Flüssen, erfolgt der Griff zum Streamer gelegentlich zu Saisonbeginn. Wenn Forellen erst langsam aus ihrer Winterruhe erwachen und andere Nahrungsformen noch ebenso träge ihren Aktivitäten nachgehen. Oder für diese eine Methusalem Forelle um die sich Sagen renken, die man bei der Jagd auf Brutfische beobachten konnte und für die der Angelverein bereits einen Namen gefunden hat. Oder am tiefen, ruhigen Pool wenn weder Nymphe noch Trockenfliege ihre Magie ausspielen konnten und selbst bei der mangelhaften Inspektion unvorsichtiger Teenager-Forellen durchgefallen sind.

Doch abseits der gewohnten Pfade, tut sich ein weiter Horizont an Möglichkeiten auf, Rute und Rolle in die Hand zu nehmen und mit einem Streamer zu bestücken. Und dabei denke ich noch nicht einmal an Salmoniden – egal ob in Seen, Stauseen und der Ostsee. In Ballungszentren zu Hause relativ fern vom nächsten Forellenfluss, oder während der ewig erscheinenden fünfmonatigen Schonzeit, bestehen ausreichend Gelegenheiten mit der richtigen Ausrüstung bestückt, dem einen oder anderen Zielfisch für das Streamerfischen nach zu stellen. Ob Hecht, Rapfen, Barsch, Zander oder Dorsch – irgendwo und irgendwie lässt es sich immer mühelos einrichten, auf Blech und Plastik zu verzichten, möchte man die Wartezeit auf den nächsten Angelausflug mit der Fliegenrute verkürzen. Und wie man das anstellt, damit hält Achim Stahl nicht hinter dem Berg. Egal ob bei Zusammenstellung des Geräts, oder der Köderführung.
Worauf man auf keinen Fall verzichten kann beim Streamerfischen sind jedoch Kunststoffe. Und endlich macht sich ein Autor die Mühe, den undurchdringlichen Dschungel an Kunstfibern zu lichten. Wem könnte das also leichter fallen, als Achim Stahl dem Inhaber des Tackleshops ‚Serious Flyfishing‘. Denn Silhouette, Spiel (Verhalten im Wasser) und Werfbarkeit eines Streamer werden zu einem nicht unwesentlichen Teil, von der Wahl der eingebundenen Materialien beeinflusst. So widmet sich ein umfangreiches Kapitel diversen Streamertypen und deren Zusammensetzung – vom Haken bis zum Kopf.
Kein umfassendes Buch dieser Art lässt es sich entgehen, auf unerlässliche oder wegweisende Bindemuster hinzuweisen, die der Grundausstattung jedes Streamerfischers mehr als gerecht werden. Muster deren Fängigkeit sich seit Jahren unter Beweis stellt und deren Attraktivität zudem gefühlte Welten überbrückt. Vom Salzwasser ins Süßwasser und wieder zurück. Gleich zwanzig Bindeanleitungen werden vorgestellt – sodass Neulinge des Streamerfischens garantiert für jede Zielfischart, auf eine Auswahl zurückgreifen können.
Vorbehaltlos kann ich diesem Buch eine Kaufempfehlung aussprechen. Blicke ich zurück auf die letzten zwei Wochenenden, muss ich zu der Einsicht gelangen, dass ich Achim Stahls ‚Das Große Streamerbuch‘ schon viel eher zu Händen hätte nehmen sollen.

Erwin Rießle

Eines vorweg: Beim nächsten Bindeabend kommt das Buch (Das große Streamer-Buch) mit auf den Tisch.
Achim Stahl drittelt sein 180 Seiten starkes Buch… das hilft bei der Beantwortung der eigenen Fragestellungen. Wer was Grundsätzliches wissen will geht ins erste Kapitel, wen die Fischereitaktik interessierte ins zweite und wer binden will, der ist im dritten Kapitel gut aufgehoben.
Was mir als quer-Beet-Fliegenfischer natürlich besonders gut gefällt ist die Breite der Zielfische im Kapitel Fischereitaktik. Klar werden da auch Salmoniden in angemessenem Umfang besprochen, aber eben nicht nur. Hecht, Zander und Barsch als klassisches Räubertrio werden ebenso angesprochen wie Rapfen, Makrele und Hornhecht und diverse weitere „Kollegen“ aus der Karibik.
Der Schreibstil gefällt mir und wie immer bin ich besonders von einem Buch angetan, wenn auch mal ein paar Anekdoten auftauchen, die zum schmunzeln sind. Auch, oder vielleicht gerade weil, der Fischer am Ende nicht immer der Glücklichere ist.
Mein Fazit: Ein schönes Buch rund um die Streamerfischerei. Mir ist es eine große Hilfe. Es bringt in allen drei Kapiteln Klarheit zum Thema. Und dann ist es auch noch nett geschrieben.

Rezension von "Gue" Guenther Schmidhuber

Was für ein Einstand! Mit dem "Das große Streamer-Buch" hat Fliegenfischer und Weltenbummler Achim Stahl kurz vor letztem Weihnachten im North Guiding-Verlag ein Buch auf den Markt gebracht, das es so im deutschsprachigen Raum überhaupt noch nicht gab. Auf 200 Seiten geht der Kieler Autor hier wirklich auch nahezu alle Fragen ein, die sich ein Fliegenfischer so im Laufe seines Lebens zum Thema Streamerfischen so stellen kann. Das Buch ist dabei in drei Teile geteilt.

Im ersten Teil werden grundlegende Informationen und Fragen anschaulich erklärt und beantwortet. Angefangen von den wichtigsten Eigenschaften einen erfolgreichen Streamers (wie z.B. Silhoutte, dem Spiel im Wasser und klarerweise auch der Werfbarkeit), bekommen auch die Fliegenbinder eine Einführung über die verschiedensten Haken und Bindematerialen um am eigenen Bindestock fängige Streamer zu fertigen. Auch die verschiedenen Streamertypen (wie z.b. Muddler, Gurgler, Tubenfliegen und Wooly Buggers) werden in Teil eins des "großen Streamer Buches" charakterisiert und je nach Einsatzzweck gegliedert.

Im zweiten Teil der Streamer-Fibel geht es um das Streamerfischen in der Praxis. Angefangen von der passenden Gerätezusammenstellung und der richtigen Präsentation sowie Führung der Raubfischfliegen geht Stahl danach gleich ins Detail und klopft nacheinander die verschiedenen potentiellen Streamer-Zielfische ab. Neben den "üblichen Verdächtigen" wie Forelle, Hecht, Meerforelle und Huchen geht Achim Stahl - sehr zu meiner Freude - auch auf etwas unüblichere Streamer-Zielfische wie Zander, Rapfen, Makrele und ja, auch Waller ein und zeigt mit einem anschaulichen 2,26 Meter-Prügel dann auch gleich, dass es tatsächlich möglich ist so große Waller mit dem Fliegengerät zu fangen. Auch das Streamerfischen an norwegischen Fjorden, sowie das Salzwasserfischen an der US-Ostküste (Zielfische u.a. Striped Bass und Bluefish) und das Streamer-Strippen in den Tropen (Zielfische u.a. Bonefish, GT und Tarpon) bekamen im zweiten Kapitel ihren Platz.

Der dritte und letzte Teil des Buches geht dann wieder zurück vom Wasser an den heimischen Bindetisch. Mit zwanzig sehr detaillierten Streamer-Bindeanleitungen in Wort und Bild sowie einer Erklärung welcher Streamer für welchen Zielfisch in welcher Situation ein guter Griff ist wird "Das große Streamer Buch" abgerundet. Hier kann sich Fliegenbinde-Crack Achim Stahl nochmals richtig ausleben und ja, er macht es auch ;-). Die Streamer sind aber trotzdem keine unbindbaren Meisterwerke, sondern durchaus für den durchschnittlichen (oder feinmotorisch eher unterbelichteten wie mich) Fliegenbinder machbar. Den darin enthalten "Hardy's Hollow" kannte ich beispielsweise bislang noch gar nicht, allerdings wird dieser sicher bald den Weg in meine Streamerbox finden.

Mit "Das große Streamer Buch" hat Achim Stahl viel eigenes Wissen aus seiner langjährigen Praxis niedergeschrieben, das spürt man in jeder Zeile. Hinzu kommt, dass das Buch (Das große Streamer-Buch) ausserdem noch kurzweilig zu lesen und sehr verständlich gegliedert ist. Wer etwas grundsätzliches zur Streamerfischerei wissen will, der geht ins erste Kapitel, wenn die Fischereitaktik mehr interessiert, ab ins zweite und wenn jemand gleich losbinden will, ist er im dritten Kapitel gut aufgehoben.

Auch wenn ich normalerweise kein großer Fan von Werbefloskeln bin, aber hier muss/darf/kann ich dem Verlag rechtgeben, mit diesem Werk gibt es "stahl-harte Fakten" sowohl für beginnende als auch für fortgeschrittene Fliegenfischer mit dem Streamer.

 

Island - Fliegenfischen auf Lachs & Co.: Buchrezension von Tankred Rinder (Forelle & Äsche)

Lange bevor ich ernsthaft mit dem Gedanken spielte eine Anglerreise nach Island zu unternehmen, drängte sich die Insel als Top Reiseziel auf. Irgendwie schaffte es Island, sich bei weitem stärker ins Bewusstsein zu drängen als andere skandinavische Länder. Vulkane, Geysire, Freiluftthermalbäder, Sugarcubes, Björk und Sigur Rós haben das ihre dazu beigetragen. Der Hauptgrund der die Erfüllung dieses Vorhabens schwierig erschienen liess, waren die beträchtlichen Kosten der Anreise, Unterkunft und Verpflegung mit dem einen oder anderen Tropfen Alkohol. Seit der Begeisterung für das Fliegenfischen gesellten sich zu den Gründen der nicht ganz einfachen Reisefinanzierung, die ausufernden Kosten für das Fliegenfischen. Wenn eine Reise ans andere Ende der Welt günstiger erscheint als der Besuch eines nordeuropäischen Landes, erwägt man sein Reiseziel genau.

Hartmut Kloss, Autor von Fliegenfischen auf Lachs und co. räumt in seinem Angelführer mit der Unerschwinglichkeit einer Islandreise gehörig auf. Seit Jahren schon bereist Kloss Island und sah sich vor ähnlichen Sorgen und Nöten, wie viele unter uns die sich mal aus Interesse erkundigten, wie heftig sich eine Islandreise auf das Bankkonto auswirkt. Doch mit der Faszination Islands erst in Berührung gekommen, strebte er Jahr für Jahr erneut die Herausforderung an, der Sucht nach Island – unverbrauchte Natur, vergleichsweise hohe Fischdichte – nach zu geben. Mit Kreativität wurde nach Alternativen geforscht.

Alternativen zum sündhaft teurem Lachsfischen, Ausweichmöglichkeiten bei Anreise und Unterkunft, Lösungen das teure 4×4 Ausleihen zu umgehen – warum nicht bei Besitz eines eigenen Allradwagens und ausreichend Zeit mit der Fähre anreisen? Und plötzlich tut sich bereits auf den ersten Seiten dieses Angelreiseführers ein Fenster auf, das vorsichtig einen Schimmer der Hoffnung ins eigene Bewusstsein dringen lässt. Mit guter Budgetplanung kann man sich auch mit geringeren Mitteln dieses Abenteuer ermöglichen.

Und so lässt uns Hartmut Kloss teilhaben an seinem unerschöpflichen Wissen zu Bedingungen und Regularien – die Einreise, Ausflüge und Fischereirechte in einem fernen Land so mit sich bringen. Formalitäten abgehakt, dringt das Buch zu den wesentlichen Entscheidungen vor, die auch vom Bankkonto mitbestimmt werden. Muss es Lachs sein, oder tun es Bach- und Meerforelle und Saibling auch? Und so ergeben sich Reisemöglichkeiten in einer Budgetspanne zwischen €50-1.000 pro Tag. Und plötzlich erscheint der Traum der Islandreise schon nicht mehr ganz so unerschwinglich.

Detaillierte Kartenangaben und Revierbeschreibungen von Flüssen, Seen und Küstenabschnitten, als auch stimmige Fotografien verschaffen den Eindruck, die Islandreise auch ohne Guide und Lodge, nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Abgerundet wird die Auflistung der vielen Möglichkeiten durch Erlebnisberichte von Islandreisenden unterschiedlichster Ausrichtung und sozialer Herkunft. Einen tut sie alle das Gleiche – der Wunsch eine am nördlichen Zipfel Europas gelegene Insel mit einzigartiger Naturbelassenheit zu befischen. Es fällt schwer diesen Angelreiseführer aus der Hand zu legen.

Michael Zeman und seinem Team an Autoren ist aufrichtigst zu gratulieren zu einer Reihe an gut recherchierten, hochwertig gestalteten Veröffentlichungen, die eine wichtige Lücke schliessen. Die Angelführer Ostsee, Reiseführer Skandinavien und die Titel zur Strategie für küstennahe Zielfische sind eine große Bereicherung meiner Bibliothek, an die ich selbst hohe Ansprüche stelle. Danke – weiter so!

Buchvorstellung des Fliegenfischer-Forums:

Das Buch: Island - Fliegenfischen auf Lachs & Co. von Hartmut Kloss fällt hier aus dem Rahmen - es ist ein vollständiger Angelreiseführer für Island-Angler, welcher vor Erfahrungen des Autors als langjähriger Island-Kenner und bekannter Lachs-Spezialist nur so strotzt!
Neben hilfreichen allgemeinen Reise-Tipps und grundsätzlichen Ausführungen zur Angelfischerei auf Island sowie den vielfältigen Möglichkeiten auf Lachs, Forelle und Saibling in Flüssen, Seen und am Meer folgt ein ausführlicher Gewässerführer, in welchem die 103 besten Lachs- und Salmonidenflüsse rund im die Insel detailiert vorgestellt werden. Luftbilder fehlen hier zwar, allerdings wird das durch gutes Kartenmaterial, informative Texte und jede Menge hochqualitativer Fotos wieder wett gemacht. Abgerundet wird das tolle Buch durch einen großen Teil mit Reiseberichten. | Alle drei Bücher kommen in sehr guter, starker Papier- und Druckqualität und mit stabilen Bindungen, die das Mitführen in Auto und am Gewässer lange überstehen sollten... Fazit: Weiterhin ganz hervorragende, nützliche Literatur für jeden Küsten- und Insel-Angler, die in dieser Reihe hoffentlich noch in einigen Fortsetzungen kommt!

  Rudolf Cholewa

Island ist in mehreren Kategorien doch etwas Besonderes. Sei es die z.T. extreme Witterung, riesige Gletscher direkt neben hoch aktiven Vulkanlandschaften, die geografische Randlage mit An- und Abreise, die variantenreiche Fischerei auf etliche Salmonidenarten, die regionale Küche wie auch die nicht immer einfache Reiselogistik mit dem hohem isländischem Preisniveau.

Die geografisch und touristisch hoch interessante Insel im Nordatlantik rückt zunehmend in den Fokus der Fliegenfischer. Dies liegt u.a. auch an den Pauschalveranstaltern, die mehr und mehr komplett durchorganisierte Reisen auf die Vulkaninsel anbieten. Zudem bietet das Internet bequem zugängliche Informationen, mit denen die Isländer touristische Aspekte ihrer Heimat verstärkt vermarkten. Die Bedeutung des Tourismus nach der Finanzkrise ist auf Island wieder deutlich am wachsen.

Onlinerecherchen sind eine Möglichkeit, sich dieses Geröll- und Vulkaneiland mit Informationen näher zu bringen, das Buch (Island - Fliegenfischen auf Lachs & Co.) von Hartmut Kloss eine weitere, auf die man nicht verzichten sollte. Detaillierte Streckenbeschreibungen, erprobte Fliegenmuster, regionale Besonderheiten, schlicht alles, was einer guten Vorbereitung einer Islandreise bedarf, wird hier knapp und bündig geschildert. Für uns Fliegenfischer ist bisher keine andere Informationsquelle mit dieser Faktendichte bekannt. Fotos erster Qualität gehören dazu wie auch interessante Tipps für Meeres- und Küstenangler.

 Ansprechend ist besonders die pragmatische Mischung aus Lesebuch und handlichem Reiseführer, der mit ins Gepäck darf. Absolut empfehlenswert!

 

Buchbesprechung: Meerforelle an der Küste - Band I (Beutetiere, Fressverhalten und Fliegenimitationen) und Band II (Meerforelle an der Küste): Küstenfliegen: 250 Muster, Bindeanleitungen & Materialien) | Autor: Thomas Vinge | Herausgeber: North Guiding.com Verlag GmbH
Beschreibung
: Thomas Vinge hat an den beiden Büchern fünf Jahre gearbeitet und dies mündet in einer außergewöhnlichen Buchqualität. Der dänische Autor eröffnet uns in vieler Hinsicht ganz neue Einblicke in die ureigenste skandinavische Angelart auf Meerforellen. Die Bücher wurden sorgfältig übersetzt: Das Resultat wird diese Bücher schnell zu einem begehrten Sammlerobjekt machen.

In Band 1 (Meerforelle an der Küste) legt Thomas Vinge den Fokus auf das gesamte Nahrungsspektrum der Meerforellen. Er berichtet systematisch über die verschiedenen Futtertiere und die passenden Fliegenimitationen. Die Schilderungen sind unglaublich spannend und informativ. Denn immer wird das Beutetier an den Fressgewohnheiten der Meerforelle gespiegelt. Hier erhält der Leser und Meerforellenangler bisher nicht gekannte Einblicke. Dieses Hintergrundwissen war bisher nur wenigen Anglern zugänglich und wird im deutschsprachigen Raum zu ganz neuen Einblicken führen. Thomas Vinge hat viele renommierte Fliegenfischer in Dänemark, Schweden und Norwegen besucht und so auf einen unglaublich breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Das Buch schildert auch die Entstehungsgeschichte der skandinavischen Küstenfischerei mit der Fliege.

Im Band 2 (Meerforelle an der Küste) legt der Autor den Fokus auf dänische Meerforellenfliegen. So traf er 150 der bekanntesten und besten skandinavischen Fliegnfischer und Fliegenbinder, um über 250 der beliebtesten Küstenfliegen für Meerforellen zusammen zu stellen. Dabei erklärt er nicht nur wunderbar die Muster und Bindeanleitungen, sondern er erzählt uns auch die spannenden Geschichten hinter dem Fliegenmuster. Abgerundet wird das Buch durch eine umfassenden Teil rund um Bindematerialien, Hakenwahl und vielen Tipps und Tricks der dänischen, schwedischen und norwegischen Experten. Das Buch ist aber kein Lehrbuch für Bindeanfänger. Die Ausstattung der Bücher ist wunderschön, denn die atmosphärischen Fotos, Akquarelle und Zeichnungen der Orginalausgaben finden sich auch in der deutschen Übersetzung. Auch wenn sich die Bücher primär an den Fliegenfischer richten, so ist das Hintergrundwissen doch auch für den Spinn- und Sbirolinofischer von erheblichen Wert. Thomas Vinge hat mit einem großen Netzwerk skandinavischer Meerforellenverrückter hier 2 Meisterwerke vorgelegt. Insidern ist die längst vergriffene dänische Ausgabe bestens bekannt. Der NORTH GUIDING.com Verlag hat keine Mühen gescheut, um als wirkliches Liebhaberprojekt nun die deutsche Ausgabe zu realisieren.  

Unser Eindruck: Es gibt ganz sicher kein vergleichbares Komplettwerk, welches mit diesen beiden Büchern in Sachen Detailliertheit, Ausführlichkeit und Gründlichkeit in dieser Thematik auch nur ansatzweise mithalten könnte. Damit meinen wir die vollständigen, sehr detaillierten Beschreibungen und Erläuterungen der Ostseeküstenlebewesen, der Beutetiere der Meerforellen, deren jahreszeitliche Bedeutung und deren direkte fischereiliche Umsetzung mit den passenden Fliegenmustern! Dazu Ausführungen zur Geschichte und Entwicklung der Meerforellenfischerei an der Küste, in den verschiedenen skandinavischen Ländern und viele weitere hilfreiche Ausführungen. Alle Texte wurden mit viel Leidenschaft zur Sache so geschrieben, dass der Stoff stets interessant, erkenntnisreich und locker zu lesen ist, ohne in einen „langweiligen Fach-Wälzer“ auszuarten. Gleiches gilt für den bemerkenswerten Band 2, der mit hunderten von Fliegenmustern in Bild und Text nebst Bindeanleitungen und Materialien nicht nur eine enorme Menge an unterschiedlichen und vielfach bewährten Küstenfliegen beinhaltet, sondern zu jeder Fliege auch eine Geschichte zu deren Entstehung und Entwicklung erzählt! Auch nützliche Tipps für bessere Fliegen und ein komplettes Material-Lexikon fehlen nicht. Beide Bücher besitzen im Übrigen eine erstklassige Papier- und Druck-Qualität. Unser Fazit: Beide Bände sind superklasse und einzigartig gemacht, sie sind ein absolutes Muss für jeden wissbegierigen Küstenangler!